Mellicta aurelia NICKERL 1850 (Scheckenfalter)

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Bestimmung

Ich möchte hier meinem Vater, Horst Straßfeld, für die folgende Bestimmung dieses seltenen Scheckenfalters danken:

Nach Weidemann „Tagfalter“( Naturbuch Verlag, 1995, 2. Auflage) handelt es sich um die sog. „schwierigen“ Scheckenfalter. Die nachfolgende Bestimmung erfolgt mit Hilfe dieses Buches:

Mellicta athalia ROTTEMBURG 1775 Wachtelweizen Scheckenfalter
Mellicta britomartis ASSMAN 1847 Assmann’s Scheckenfalter
Mellicta aurelia NICKERL 1850 Nickerl´s Scheckenfalter
Die sicherste Unterscheidung ist durch eine Genitaluntersuchung der männlichen Falter möglich. Doch es gibt auch ökologische und makroskopische Unterschiede:

M. athalia ist mehr eine Art von frischen und feuchten Wiesen und Waldlichtungen, während M. britomartis und M. aurelia trockene Magerrasen besiedeln. Der Fundort ist Kalkmagerrasen mit trockener bis halbtrockener (=Mesobrometum) Ausprägung. Makroskopisch Die schmale Binde dicht neben dem Flügelsaum (zwischen den beiden sogenannten Marginallinien) ist bei athalia von der gleichen hellen Grundfarbe wie der Flügel. Bei britomartis und aurelia ist sie dunkler (gelb bis hellbraun).

Folgerung: Mellicta athalia scheidet aus. Es bleiben übrig: M. britomartis und M. aurelia:

M. britomartis ist eine mehr östlich vorkommende Art. M. aurelia ist eine mehr westlich vorkommende Art. Es gibt eine Unterscheidung an den Palpen.

Männliche Falter: Bei britomartis sind die Palpen schwarz. Bei aurelia können sie vornehmlich schwarz sein, enthalten aber stets eingesprengte rote Haare.

Weibliche Falter: britomartis hat schwarze Haare (das gilt übrigens auch für athalia) aurelia hat – von oben betrachtet – fuchsrote Haare

Ergebnis: Es ist Mellicta aurelia NICKERL 1850

Fotos

Markus Straßfeld 15.6.97 Kalkmagerrasen Südeifel

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